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Zusammenfassung der 85. Nordseewoche 2019 und Ergebnisse des Edinburgh Rennens

Mit den Ergebnissen der Nordseewoche Langstrecke 2019 geht die 85. Nordseewoche zu Ende. Alle Teilnehmer sind heil in ihren Zielhäfen angekommen. Es war ein ungewöhnlich durchwachsenes Pfingstwochenende: Bereits am Freitag vor Pfingsten konnte das erste Rennen auf der Elbe wegen totaler Flaute vor Wedel bei Hamburg nicht gestartet werden. Keine 24 Stunden später fielen fast alle Regatten des Sonnabends bei Böen bis 45 Knoten (Windstärke 9-10) aus.

Lediglich der Minox Cup startete – mit nur 16 Teilnehmern – aus Cuxhaven. Alle erreichten sicher die Ziellinie vor dem Helgoländer Südhafen. Als erstes Schiff traf die Amuse-Bouche mit Steuermann Klaus-Thomas Krüger vom Altonaer Segel Club ein und gewann damit auch ein nagelneues Fernglas als Sonderpreis des Minox Cups. Erstes Schiff nach berechneter Zeit ORC international und damit Träger des Rubinpreises der Nordseewoche 2019 wurde die von Daniel Baum gesteuerte Yacht „Elan“ unter dem Stander des Hamburger Segel Clubs.

Durch die Absage des Hummer Cup reduzierte sich die Budweiser Budvar Early Bird Series auf den Sundowner am Freitag. Schnellstes Schiff nach berechneter Zeit über alle Rennen wurde damit die „static electric“ mit Steuermann Heiko Päsler von der Segler Vereinigung Cuxhaven. Er gewann damit den Hummer Cup und wurde am Ende sogar noch als Gewinner des Nordsee Cups zum Gesamtsieger der Nordseewoche.

Der Sonntag zeigte sich von genau gegenteiliger Seite. Im Laufe des Vormittags flaute der Wind bereits wieder ab, bot aber zu Beginn des Capitell Cups Rund Helgoland noch perfekte Segelbedingungen. Deutlich früher als vorhergesagt schlief dann aber der Windes gegen Mittag so weit ein, dass die langsameren Boote auf der Bahn keine Chance mehr hatten, das Ziel gegen die beginnende Tide zu erreichen. Hier wurde etwas Kritik an der Bahngestaltung laut, die auch im Team gehört wurde und sicher in Zukunft berücksichtigt wird. Nachdem die ersten großen Boote allerdings schon vor der der Flaute das Ziel der Regatta erreicht hatten, waren Wettfahrtleiter Albert Schweizer die Hände gebunden, für die verbleibenden Schiffe eine Bahnverkürzung auszurufen.

Gewinner des Capitell Cup Rund Helgoland Sonderpreis für das schnellste Schiff in der Gruppe ORCi nach gesegelter Zeit wurde die „Almost Nothing“ mit Steuermann Steffen Müller vom BSV.

Am Montag wurde nach der Regatta Helgoländer Acht auch die einzige Rückregatta zum Festland gestartet. Hier zeigte sich Helgoland von seiner gnädigsten Seite und bot den Teilnehmern bei stabilem Segelwind zwischen vier und fünf Windstärken noch einmal eine traumhafte Segelregatta.

Auch zum Ende der Nordseewoche forderten die abgesagten Regatten des Sonnabends und die frühe Flaute am Sonntag noch ihren Tribut: Keine der teilnehmenden Yachten des Family Cruiser Cup konnte sich für den Hauptpreis der Klasse qualifizieren, für die laut Ausschreibung mindestens drei Rennen erfolgreich gesegelt werden.

Neue Doublehand Gruppe

In der Gruppe der Doublehand Challenge erreichten leider nur zwei der Teilnehmer das Ziel des Capitell Cup. Den Gruppensieg konnte damit die „halbtrocken“ mit Steuermann Dr. Knut Freudenberg für sich und seinen Mitsegler einfahren. Er setzte sich gleichzeitig an die Spitze der Gesamtwertung für die erstmals auf der Nordseewoche vergebenen Nordseewoche Doublehand Challenge.

Den Preis übergab noch am Abend die Präsidentin des Deutschen Segler Verbands, Mona Küppers unter tosendem Applaus der anwesenden Segler. Ursprünglich waren vier Regatten für die Doublehand Challenge angesetzt, von denen jedoch wetterbedingt nur zwei gesegelt werden konnten. Neben dem Preis erhielt der Gewinner zusätzlich eine von Garmin gestiftete Multifunktionsuhr.

Langstrecke nach Edinburgh

Pünktlich um 16:30 Uhr erfolgte am Pfingstmontag der Startschuss zur diesjährigen Nordseewoche Langstreckenregatta von Helgoland nach Edinburgh.

Viel Taktik brauchen die Teilnehmer in diesem Jahr allerdings nicht anwenden: Bei kräftigen und leicht raumen Winden aus Nordost folgte das Feld beinahe einer direkten Kurslinie über die Nordsee und segelte bei sechs bis sieben Windstärken in Rekordzeit. Nach 39 Stunden, 44 Minuten und 04 Sekunden erreichte die Sunbird mit Steuermann Norbert Drücker als erste Yacht die Ziellinie und ist damit die schnellste Yacht, seit 2009.

Den damals aufgestellten Streckenrekord nach gesegelter Zeit hält zwar weiterhin die Hexe mit 37 Stunden, 04 Minuten und 50 Sekunden. Angesichts des Größenunterschieds des 80 Fuß langen Maxi zur 53 Fuß langen Sunbird, können die zweieinhalb Stunden Differenz durchaus als Rekordzeit gewertet werden.

[Die Gesamtwertung des Edinburg-Rennens 2019]

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