Meldeportal geöffnet: Der rote Felsen ruft

Pfingsten 2023 ist es wieder soweit: Die Nordseewoche, Deutschlands große Offshore-Regattaserie rund um Helgoland, geht in die nächste Runde und versammelt vom 26. bis 29. Mai die Seesegelszene. Mit im Programm ist erstmals die neue Hochsee-Langstreckenregatta Helgoland Offshore Triangle (HOT).

Nach ihrem 100-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr, hat die Meldephase der 88. Nordseewoche im 101. Jahr begonnen. Im Rahmen der boot Düsseldorf Ende Januar, einem treuen Partner der Offhore-Regattaserie, wurde die Ausschreibung veröffentlicht, seitdem ist das Meldeportal geöffnet. „Wir freuen uns, dass bereits die ersten Meldungen eingegangen sind“, sagt Nordseewoche-Organisationsleiter Marcus Boehlich. Als erste Meldung sei die „Toke“, eine Elan 360 vom Akademischen Segler-Verein Hamburg, registriert. Die Crew der „Toke“ habe auch für das Helgoland Offshore Triangle (HOT) gemeldet, so Boehlich.

Langstrecke im Admiral’s Cup Format

Beim HOT handelt es sich um die neue Offshore-Langstrecke, die die Helgoland-Edinburgh-Regatta ablöst, die 2019 zum letzten Mal gesegelt wurde. Eigentlich sollte das HOT im Jahr 2021 zum ersten Mal stattfinden, doch die pandemiebedingte Absage der Nordseewoche machte auch die Premiere der neuen Langstrecke unmöglich. Das Besondere am HOT: Im Gegensatz zum Pantaenius Rund Skagen Race oder der Helgoland-Edinburgh-Regatta, sind sowohl Start als auch Ziel vor Helgoland. Für Crews bietet dies den Vorteil, dass die Boote nicht mehr zeitintensiv aus Schottland zurück überführt werden müssen. „Dadurch ist auch weiterhin eine attraktive sowie sportlich äußerst anspruchsvolle Langstrecke im Rahmen der Nordseewoche neben dem schon legendären Pantaenius Rund Skagen Race gewährleistet“, so Marcus Boehlich. Wettfahrtleiter Albert Schweizer kündigte an, sich bei der Kurswahl an den legendären Admiral’s Cup-Ausscheidungen orientieren zu wollen. „Die Bahnlänge wird zwischen 350 und 400 Seemeilen betragen. Wir werden den Kurs je nach Wind- und Wetterlage flexibel und interessant gestalten“, so Schweizer. Das Helgoland Offshore Triangle wird außerdem als Qualifikationsregatta für das Rolex Fastnet Race 2023 dienen.

Family Cruiser Cup mit Größenbegrenzung

Eine Anpassung gab es bereits 2022 bei der Ausschreibung für den Family Cruiser Cup, der Wertung für ambitionierte Fahrtensegler und Familiencrews. „Die maximale Bootslänge für den Family Cruiser Cup beträgt jetzt 13,50 Meter“, sagt Marcus Boehlich. Die Wertung setzt sich wie gehabt aus drei Wettfahrten zusammen: eine Zubringerregatta nach Helgoland, Capitell-Cup Rund Helgoland und Helgoländer Acht. Yachten, die am Family Cruiser Cup teilnehmen, benötigen auch weiterhin keine Vermessung. Außerdem wird ohne zusätzliche Vorsegel, wie Spinnaker, Gennaker oder Code Zero gesegelt.

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Erneut Fokus auch auf kleinen Crews

Das Shorthanded-Segeln, also das Segeln mit kleinen Crews, wird auch weiterhin im Rahmen der Nordseewoche gefördert. Nachdem im vergangenen Jahr eine Bestenermittlung im Seesegeln Double-Hand ausgetragen wurde, die Uwe Barthel und Mathias Bröker gewannen, ist in diesem Jahr die Double Hand Challenge ausgeschrieben. Sie setzt sich aus dem Sundowner Race am Freitag von Cuxhaven nach Helgoland, den Hummerregatten 1 und 2 am Sonnabend und dem Capitell Cup Rund Helgoland am Sonntag zusammen. Neu ist, dass jetzt auch der Einsatz einer Selbststeueranlage zulässig ist.

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Eine eigene Klassiker-Wertung

Abermals wird es eine Klassikerwertung geben, in der die Schiffe bis Baujahr 1970 eingruppiert werden. Bei der Klassiker-Premiere im vergangenen Jahr waren es fünf Yachten, die in der Klassiker-Gruppe antraten. Organisationsleiter Marcus Boehlich hofft, dass es in diesem Jahr noch einige mehr sein werden. Gesegelt wird nach KLR, der Klassiker-Rennwertformel des Freundeskreis Klassische Yachten. „Ich freue mich auf alle, die kommen!“, sagt Marcus Boehlich.

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Meldeschluss für die 88. Nordseewoche ist der 12. Mai 2023. Den vollständigen Zeitplan gibt es hier.

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